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Arbeitsmarkt & Arbeitsrecht

Erste Reformen bringen einen Ansatz von westlichen Standards

Der Arbeitsmarkt in China braucht noch viele Veränderungen. Das Arbeitsrecht in China nähert sich nach einigen Reformen inzwischen ein wenig westlichen Standards an, doch es sind noch weitere Neuerungen nötig, um weltweit anerkannt zu werden.

Kettenarbeitsverträge auf dem Arbeitsmarkt sind nun endgültig verboten

Seit Januar 2008 existiert in China ein Arbeitsrecht, ergänzt durch das „Labour Contract Law". Das Arbeitsrecht spricht offen das Verbot von Kettenarbeitsverträgen aus und sieht vor, dass Arbeitsverträge immer schriftlich verfasst werden müssen. Das ist eine große Erleichterung auf dem Arbeitsmarkt und für chinesische Arbeitnehmer. Auch sind in dem Arbeitsrecht Flächentarifverträge verankert, und es gibt Wettbewerbsklauseln für Angestellte in gehobener Stellung. Doch das wichtigste sind die Veränderungen rund um das Thema Kündigung. Für den chinesischen Arbeitsmarkt sind dies wichtige Schritte.

Die wichtigste Änderung auf Chinas Arbeitsmarkt ist der Kündigungsschutz

Arbeitnehmer in China haben lange auf den Kündigungsschutz gewartet und sind nun etwas besser gewappnet gegen unbegründete Entlassungen. Zudem haben Arbeitnehmer nun auch das Recht selbst zu kündigen. Allerdings müssen dafür triftige Gründe vorliegen. Das können zum Beispiel die Nichtbeachtung der gesetzlichen Rechte sein oder wenn der Arbeitgeber keine Sozialleistungen abführt. Einen besonderen Schutz gibt es zudem für ältere Arbeitnehmer. Wer länger als 15 Jahre beschäftigt ist und fünf Jahre vor dem Eintritt in die Rente steht, der kann nicht gekündigt werden.

China ist trotz vieler Einschränkungen und Schwierigkeiten ein idealer Wirtschaftsstandort. Die geringen Lohn- und Produktionskosten locken jährlich zahlreiche ausländische Unternehmen und Investoren an. Das wirtschaftliche Interesse an China wird immer größer und beflügelt so den Arbeitsmarkt. Das lässt auf eine gute Zukunft hoffen.

( Carina Tietz )





Arbeitsmarkt & Arbeitsrecht weltweit:

Brasilien
Was das Thema Arbeitsmarkt angeht, so handhabt Brasilien seine Einwanderungspolitik sehr restriktiv. Bevor ein Arbeitgeber einen Ausländer einstellen kann, muss er nachweisen, dass er für den Job keine einheimische Arbeitskraft gefunden hat, mit der diese Stelle genauso gut hätte besetzt werden können. Nur mit diesem Nachweis ist die Einstellung einer ausländischen Fachkraft und die Erteilung...

Italien
Auf dem Arbeitsmarkt in Italien gibt es einige Auffälligkeiten - im Vergleich zu anderen europäischen Ländern und Industrienationen Bemerkenswert ist die hohe Quote der Selbstständigen und der eher geringe Anteil berufstätiger Frauen in der italienischen Wirtschaft. Jugendliche sind in Italien eher von Arbeitslosigkeit betroffen als langjährige Arbeitnehmer im Alter um die 30 Jahre. Das stark...

USA
Der Arbeitsmarkt in den USA ist statistisch relativ schwer zu erfassen. Während sich in Deutschland Menschen ohne Job arbeitslos melden, werden die Zahlen in den Staaten über repräsentative Telefonumfragen ermittelt. Alle Zahlen zur Arbeitslosigkeit in den USA sind also etwas mit Vorsicht zu genießen.Zudem sorgt das Hire-and-fire-Prinzip vieler amerikanischer Unternehmen für einen starken...

England
Der Arbeitsmarkt im Vereinigten Königreich ist flexibel und weniger reguliert als in anderen europäischen Ländern. Die arbeitsrechtlichen Bestimmungen in Großbritannien und Nordirland sollen einerseits die Arbeitnehmer schützen und andererseits den Arbeitgebern genügend Spielraum für einen effektiven Ablauf des Unternehmensgewährleisten.In UK sind viele qualifizierte Fachkräfte beschäftigt und...

Japan
Im Gegensatz zu Deutschland ist es in Japan nicht unüblich mündliche Arbeitsverträge abzuschließen, die dann auch rechtlich bindend sind. Diese Art Verträge abzuschließen gilt als Ausdruck des gegenseitigen Vetrauens. Ein Arbeitsvertrag, egal ob mündlich oder schriftlich muss nach in Japan geltendem Arbeitsrecht Regelungen und Vereinbarung zumGehalt, den Arbeitszeiten, den Aufgaben, dem...

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